Oevelgönne BoD Oevelgönne - Das Schloss des adligen Gutes Groß-Collmar

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Belangrijkste kenmerken
EAN
9783695708598

Description du produit

Die Geschichte des Schlosses Oevelgönne, einst Mittelpunkt des adligen Gutes Groß-Collmar, liegt heute wie untereiner dünnen, brüchigen Decke aus Fragmenten verborgen. Die überlieferten Spuren sind rar, oft indirekt,gelegentlich widersprüchlich - und doch haben sie über Generationen hinweg das Interesse von Heimatforschern,Chronisten und Geschichtsfreunden geweckt. Bereits Helmut Trede widmete dem Schloss in seiner KollmarerChronik "Kollmar - Ein Marschendorf am Ufer der Elbe" ein umfangreiches Kapitel und bezeichnete dieQuellenlage treffend als "dürftig". Die Flut von 1756, die alle Bau- und Verwaltungsakten aus dem Schlossvernichtete, hat die Rekonstruktion der Vergangenheit besonders erschwert. Nach Trede setzte sich im 19.Jahrhundert P. F. C. Matthiessen - Justitiar der adligen Marschgüter und zeitlich am nächsten am tatsächlichenBestand des Schlosses - nur knapp mit dessen Gestalt auseinander. Er sah das 1586/87 erbaute und 1815abgebrochene Gebäude selbst nie und scheint den baulichen Anlagen wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben.Einen wichtigen Versuch, die verstreuten Hinweise zu ordnen, unternahm 1950 der Herzhorner HeimatforscherWilhelm Ehlers, der in mehreren Beiträgen der Glückstädter Fortuna die ihm zugänglichen Archivalien sichteteund bewertete. Seine Arbeit bildet einen frühen, engagierten Zugang zu einer Thematik, die lange Zeit vonfehlenden Dokumenten und lückenhaften Überlieferungen geprägt blieb.Die vorliegende Publikation von Ulf Buhse knüpft an diese Forschungstradition an und führt sie zugleich behutsamdarüber hinaus. Sie versteht sich als eine Spurensuche - eine erneute, gründliche Annäherung an die baulicheGestalt und das äußere Erscheinungsbild des Schlosses Oevelgönne. Durch die detaillierte Auswertung bislangwenig beachteter oder neu zugänglicher Quellen entwickelt sich ein differenzierteres Bild als bislang möglich war.Als zweiter Band der Reihe "Bauhistorische Forschungen" der Detlefsen-Gesellschaft fügt sich diese Arbeit in einlangfristig angelegtes Vorhaben ein, die baulichen Zeugnisse der Region wissenschaftlich aufzuarbeiten und einembreiteren Publikum zugänglich zu machen. Diese Untersuchung zeigt, wie viel sich auch dort noch gewinnen lässt, wo die Überlieferung lückenhaft erscheint -und lädt dazu ein, sich der Geschichte Oevelgönnes mit neuer Aufmerksamkeit zu nähern.Christian Boldt

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